Geschichte unterwegs

Leistungen:

  • Zielgruppen Analyse
  • Namensentwicklung
  • Corporate Design
  • Eventgrafik
  • Social Media Kampagne
  • Projektmanagement

Kunde:

Historisches Museum Hannover

Jahr:

2019-2024

Das Projekt

Museen leben davon, dass Menschen sie besuchen, um Ausstellungen und Exponate zu erleben. Doch wie kommt das Museum zu den Menschen, wenn es temporär geschlossen ist? Die sanierungsbedingte Schließung des Historischen Museums in Hannover hinterlässt eine Lücke, die unter dem Motto „Geschichte unterwegs“ durch mobile Ausstellungen, urbane Interventionen an ungewöhnlichen Orten und digitale Angebote geschlossen werden soll. anschlaege.de wurde damit beauftragt, gemeinsam mit dem Team des HMH eine Kommunikationsstrategie für die Zeit „unterwegs“ zu entwickeln und den Interimsstandort zu gestalten.

Großes Banner an der Fassade eines Museums mit diagonalem Streifenmuster in Hellblau und Weiß. Der Text darauf informiert zweisprachig über eine Schließung: „Wir haben zu – und sind mit Geschichte unterwegs.“ Darunter auf Englisch: „This museum is closed – and with history on the move.“ Rechts im Vordergrund unscharf eine historische Straßenlaterne.

Unser Haus hat mit „Geschichte unterwegs“ die ideale Identität für die Zeit bis zur Wiedereröffnung erhalten.

Anne Gemeinhardt, Direktorin

Design

Statt eines leeren Hauses erwartet die Hannoveraner:innen „Geschichte unterwegs“. Das Logo zeigt fliegende Blätter, die dem Wind des Wandels folgen. Historische Eintrittskarten der Stadt dienten uns als Inspiration für die Gestaltungselemente aus verschiedenfarbigen Strukturen. Die Typografie bietet eine Vielzahl an Schnitten, Stilen und Alternativen für die vielfältigen Anwendungsgebiete in Druck, digital oder im Raum.

  • Werbemedien des Projekts „HMH Museum unterwegs“: Plakate, Flyer, Arbeitsheft und Branding mit Farbflächen und klarer Typografie auf grünem Untergrund.
  • Bannerdesign mit der Aufschrift "Hinter dieser Fassade liegt Geschichte". Das Banner ist grün mit einer Raute in der MItte in der ein schwarz-weiß Foto liegt auf dem ein Mann mit einem Hammer eine Fassade bearbeitet.
  • Plakatdesign für eine Sonderausstellung im Design von "Geschichte unterwegs" mit dem Titel "Ausblicke - Einblicke. Die Zukunft des HMH". Das Design sind zwei rote Dreiecke von oben und unten die mit der Spitze aufeinandertreffen und zwei hellblauen Dreiecken die von links und rechts das Bild begrenzen und mit der Spitze in der MItte aufeinander treffen. Im Zentrum des Bildes ist ein Modell des HMH abgebildet.
  • Design der EInladungskarte im DIN lang Format für die Sonderausstellung im Design von "Geschichte unterwegs" mit dem Titel "Ausblicke - Einblicke. Die Zukunft des HMH". Das Design sind zwei rote Dreiecke von oben und unten die mit der Spitze aufeinandertreffen und zwei hellblauen Dreiecken die von links und rechts das Bild begrenzen und mit der Spitze in der MItte aufeinander treffen. Im Zentrum des Bildes ist ein Modell des HMH abgebildet.
  • Zwei aufgestellte Kundenstopper-Schilder mit dem Logo „HMH – Geschichte unterwegs“. Links hellblauer Hintergrund mit großem grünem Kreis, rechts roter Hintergrund mit großem weißem Kreis. Unterhalb des Kreises jeweils der schwarze Schriftzug „HMH Geschichte unterwegs“.
  • Programmheft für die Tagung "Museum außer Haus" im ausgeklappten und zusammengefaltete Zustand mit Veranstaltungshinweisen auf rosa Hintergrund.
  • Flyerdesign für die Tagung mit dem Titel „Museum außer Haus!“, die für November 2023 geplant ist. Der Flyer hat gelbe Kreise auf hellblauem Hintergrund auf dem Cover.
  • Foto der Benutzung des Flyers für die Tagung mit dem Titel „Museum außer Haus!“, die für November 2023 geplant ist. Der Flyer hat gelbe Kreise auf hellblauem Hintergrund auf dem Cover. Eine Person hält den Flyer gerade aufgeklappt in den Händen.

Mobil unterwegs

Für die partizipative Einbindung der Stadtgesellschaft beim Innenstadtdialog entwickelten wir ein modulares Ausstellungsmodul. Bürger:innen der Stadt wurden dazu eingeladen, ihre Haltung zur Transformation der Innenstadt zu teilen. Das Ergebnis des Formats: die visionäre Entscheidung des Bürgermeisters für eine (fast) autofreie Innenstadt.

  • Outdoor-Ausstellung „Geschichte unterwegs“ mit Holzaufstellern, historischen Fotos und Beteiligung im öffentlichen Raum Hannovers.
  • Schematische Abbildung von drei Holzaufstellern des outdoor-Ausstellungsformates. In einen Holzkubus sind Holztafeln gesteckt. Auf den Holztafeln befinden sich Historische Fotos mit jeweils einer Fragestellung. Die drei Aufsteller befinden sich auf rot-weiß-gestreiftem Hintergrund.
  • Historisches Motiv aus Hannover: Fahrradfahrer_innen in den 1950er Jahren mit Sprechblase und Frage „Wie wollen wir ans Ziel kommen?“
  • Foto der mobilen Ausstellung „Geschichte unterwegs“ auf dem eine Besucherin historische Fotos mit Zitaten auf farbiger Tafel im Außenraum betrachtet.
  • Partizipative Ausstellung im Stadtraum: Frau und Kind interagieren mit Fototafel des Projekts „Geschichte unterwegs“ in Hannover.
  • Partizipationsaktion beim Projekt „HMH Geschichte unterwegs“: Eine Person schreibt Kommentar in eine Sprechblase auf ein historisches Foto.

Umfeld

Da temporäre Schließungen viele Museen in Deutschland betreffen, veranstaltete das HMH eine Konferenz zum Thema. Wir konnten dabei unsere Erfahrungen zu diesem Thema in zwei Workshops zu den Themen „Arbeit ohne Objekte“ und „Andere Organisation – Neue Chancen“ zugänglich machen.

Das Interesse, die eigenen Strukturen und Hierarchien auf den Prüfstand zu stellen, war überraschend groß.

Marie Breinl, Projektmanagement
Tagungsszene in einem modernen Raum: Eine Frau steht vorn und spricht vor einer Gruppe sitzender Personen. Neben ihr ein Flipchart mit vielen farbigen Moderationskarten. Im Hintergrund eine leere Projektionsfläche, Sitzbank mit Materialien und das Logo „hafven“. Die Atmosphäre wirkt konzentriert und partizipativ.

Herausforderung

Das Historische Museum Hannover beschäftigt sich mit identitätsstiftenden Themen der Stadt. Für die umfassende Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes wurde das Haus geschlossen. Doch Geschichte wird weitergeschrieben, und das Museum soll während der Schließzeit weder aus dem Leben der Menschen in Hannover noch aus dem Stadtbild verschwinden. Zumindest ein Teil der Exponate soll mithilfe von mobilen Ausstellungen einen Weg in die Öffentlichkeit finden. Bis zur Wiedereröffnung sollte ein leerstehendes Ladenlokal in der hannoverschen Innenstadt zu neuem Leben erweckt und zu einem festen Ort für Partizipation und Präsentation werden.

Abendliche Straßenszene in Hannover mit beleuchtetem Eckgebäude, auf dem in großen bunten Buchstaben „HANNOVER KIOSK“ steht. Die Schaufenster sind auffällig gestaltet mit farbigen Flächen, Streifen und geometrischen Formen. Rechts im Bild eine Litfaßsäule mit historischen Schwarz-Weiß-Fotografien. Eine Person geht auf dem Gehweg vorbei, die Straße ist ruhig belebt.

Idee

Mit dem „Hannover Kiosk“ bleibt das Museum auch während der Schließungszeit eine feste Anlaufstelle für die Stadtgesellschaft. Der Standort, in unmittelbarer Nähe des alten Geländes, wird zum Nukleus für partizipative Formate und kleine Ausstellungen. Er soll ein Ort des Austauschs über die Geschichte und Identität der Stadt sein. Das Corporate Design von „Geschichte unterwegs“ macht den Hannover Kiosk schon von weitem sichtbar. Die Vitrinen sind modular aufgebaut und erinnern eher an einen Pop-up-Store als an ein klassisches Museum. Für Veranstaltungen lassen sich die Module einfach zur Seite schieben, um Platz für das Publikum zu schaffen. Geschichte wird hier nicht frontal vermittelt, sondern kann wie in einem Kiosk in kleinen Häppchen als Goodie Bag genossen werden.

Innenaufnahme des Ausstellungsraums im Hanover Kiosk mit mehreren Personen, die sich um ein großes Stadtmodell versammeln. Im Hintergrund hängen historische Stadtpläne von Hannover an der Wand. Der Raum ist hell und modern gestaltet, durch die mit grafischen Elementen beklebte Fensterscheibe fällt Tageslicht. Auf der Fensterscheibe steht spiegelverkehrt „HANNOVER KIOSK“.

Umsetzung

Das Gestaltungsprinzip ist von Überlagerungen geprägt: Originale über Fotos, Texte über Bilder. Wie im richtigen Leben folgen auch hier stetige Ergänzungen. Die Öffentlichkeit ist dazu eingeladen, gemeinsam mit dem Team am Museum der Zukunft zu arbeiten und mitzuentscheiden, welche Objekte und Themen sie in naher Zukunft im Museum sehen möchten. In ausgewählten Vitrinen befinden sich Exponate zum Anfassen.

  • „Hannover Kiosk“ des Historischen Museums Hannover mit farbiger Fensterbeklebung und grünem Logo im öffentlichen Stadtraum.
  • Eröffnung im „Hannover Kiosk“: Besucher_innen des Historischen Museums Hannover im Ausstellungsraum mit Begrüßungstext und Vitrine.
  • Innenansicht der Ausstellung im „Hannover Kiosk“: Historische Stadtansicht, Gemälde und Objekte wie Pickelhaube, kombiniert mit digitaler Präsentation.
  • Innenansicht der Ausstellung im „Hannover Kiosk“: großer partizipativer Zeitstrahl, Vitrine im Vordergrund und einer Schützenscheibe links oben an einer Säule.
  • Eröffnung im Stadtraum Hannover: Die Direktorin spricht vor großem Publikum beim Projekt „Hannover Kiosk“ des Historischen Museums Hannover.
  • Innenansicht "Hannover Kiosk": Eine Frau benutzt den interaktiven Zeitstrahl in dem sie einen eigenen Zettel an ein Gitter hängt. Im Zentrum des Bildes sind ihre. Hände zu sehen.
  • Innenansicht "Hannover Kiosk": zwei Menschen stehen vor einem historischen Stadtplan und zeigen darauf.