Das Projekt
Wie wollen wir in Zukunft miteinander leben?
Eine bundesweite Plakatserie für Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage übersetzt diese Frage in klare, aktivierende Botschaften. Acht Motive greifen Themen wie Rassismus, Vielfalt und Grenzüberschreitungen im Alltag auf – als Impuls für Gespräch, Auseinandersetzung und gemeinsames Handeln im Schulraum.


Hintergrund
Schule ist ein Ort, an dem sich entscheidet, wie wir miteinander umgehen – und wie wir künftig zusammenleben wollen. Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ist mit rund 5.000 Schulen das größte Schulnetzwerk in Deutschland, das sich aktiv für die Gleichwertigkeit aller Menschen einsetzt. Über 2,5 Millionen Schüler:innen und Pädagog:innen gestalten hier eine Schulkultur, die Diskriminierung nicht hinnimmt, sondern ihr widerspricht.
Angesichts eines spürbaren Rechtsrucks in der Gesellschaft gewinnt diese Arbeit an Dringlichkeit. Schule wird zum Raum, in dem demokratische Werte konkret verhandelt werden. Damit dieses Engagement im Alltag sichtbar und wirksam bleibt, braucht es Formate, die Orientierung geben und Gespräche anstoßen.

Herausforderung
Diskriminierung ist selten eindeutig, aber immer wirksam. Sie zeigt sich im Ton, im Blick, in Situationen, die schnell vorbeigehen und trotzdem nachwirken.
Gesucht war eine Ansprache, die ohne Vorwissen funktioniert, Kinder und Jugendliche direkt erreicht und im Schulalltag bestehen kann. Zwischen Klassenzimmer, Flur und Projekttag musste sie Aufmerksamkeit erzeugen, ohne zu überfordern – und Haltung zeigen, ohne zu belehren.

Idee
Im Zentrum steht kein Statement, sondern ein Impuls.
Kurze, zugespitzte Aussagen bringen zentrale Themen auf den Punkt, ohne sie abzuschließen. Die Motive laden dazu ein, Positionen zu hinterfragen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Sie funktionieren als Ausgangspunkt für Auseinandersetzung: Was bedeutet Respekt? Wo verlaufen Grenzen? Wie gehen wir miteinander um?
Acht Plakate, differenziert für Kinder und Jugendliche, bilden ein skalierbares System, das bundesweit funktioniert und lokal angeeignet werden kann. Kommunikation wird so zum Werkzeug im pädagogischen Prozess.


Die Gestaltung arbeitet mit Brüchen und Offenheit.
Fotografische Motive werden fragmentiert, in markante Scherenschnittformen überführt und neu zusammengesetzt. Es entstehen Bilder, die nicht eindeutig sind – und gerade dadurch zum Hinschauen und Deuten anregen.
Leuchtende Farben sorgen für Präsenz im Raum, die klare, groß gesetzte Typografie für unmittelbare Lesbarkeit. Die prägnanten Claims verdichten komplexe Themen in kurze, einprägsame Aussagen.
So entsteht eine visuelle Sprache, die nicht erklärt, sondern aktiviert – und Auseinandersetzung im Schulalltag sichtbar macht.



