Das Projekt
Die Ausstellung „Widerstände. Jüdische Designerinnen der Moderne“ im Jüdischen Museum Berlin präsentiert das Leben und die Arbeit von mehr als 60 Designerinnen. Es zeigt, wie sie soziale Barrieren überwunden haben, um für Veränderung und Sichtbarkeit zu kämpfen – und wie sie den Weg für andere Frauen geebnet haben. Wir haben die Ausstellungsgrafik und Szenografie für die Sonderausstellung entworfen und umgesetzt.
Hintergrund
Die Ausstellung basiert auf langwieriger Recherche der Lebensumstände und der beruflichen Karrieren der Designerinnen. Das JMB bringt ihre Biografien, Arbeitsbedingungen und Kämpfe um Anerkennung ans Licht – und verankert sie im kulturellen Gedächtnis. Die Ausstellung wird in 10 Kapiteln erzählt. Von Designerinnen als „Pioniere“ im Kampf gegen sozialen, ideologischen und juristischen Widerstand, über deren „Ausbildung und Gestaltung“ vor und nach der Zulassung von Frauen an Kunstakademien bis „Ins Dunkle“ über die Gewalt und den Druck, den das Nazi-Regime bis zu seinem Ende ausübte. „Neue Realitäten“ beschäftigt sich mit der Zeit der Neuanfänge für Überlebende nach dem Krieg.

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Idee
Jedes Kapitel der Ausstellung zeigt eine eigene Farbgebung, die Orientierung gibt und die inhaltlichen Unterschiede visuell beleuchtet. Die Palette reicht von kraftvollen Kontrasten bis hin zu subtilen Tönen – eine Choreografie von Themenräumen.
Die Corporate Fonts des JMB sind bewusst aufgelöst: Verzerrungen und Widerstände setzen kreative Akzente, die die Hindernisse im Leben der Designerinnen widerspiegeln. So wird Typografie zu einer narrativen Ebene, die nicht nur informiert, sondern auch die historische Erzählung greifbar macht.
Umsetzung
Das szenografische Konzept stellt die Designerinnen in den Mittelpunkt: Ihre Profile – Namen, Portraits und Biografien – sind immer direkt per QR-Code parallel zum Werk für alle zugänglich.
Die Themenräume sind durch raumhohe Zick-Zack-Formen voneinander getrennt. Die Formen erinnern an die Durchsetzungskraft der Designerinnen. Diese bekommt dadurch eine neue, physikalisch greifbare Präsenz.
Orientierung
Ein präzises Textsystem bietet Orientierung: von einleitenden Leitsätzen über Kapiteltexte bis hin zu Objektinformationen und Biografien. Die klare Struktur führt die Besucher:innen durch die Ausstellung, ohne sie von den Designerinnen und ihren Arbeiten abzulenken.
Die Headlines sind auf schwarzem Samt gedruckt – ein Material, das an das Gefühl handgefertigter Oberflächen erinnert. Die weiche, dichte Struktur schafft eine sinnliche Tiefe, stärkt den Wert der Ausstellung und verbindet inhaltliche Präzision mit emotionaler Wirkung.



Die Ausstellung zeigt Designerinnen aus den Bereichen Mode, Grafikdesign, Architektur, Kunsthandwerk und Produktdesign. Die Raumdramaturgie schafft eindrucksvoll ein Panorama ihrer Vielfalt und Einfluss auf die Moderne – verdichtet auf 900 Quadratmetern im historischen Gebäude des JMB.





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