Blick in Treppenaufgang mit Fototapete. Schwarzweißbild: Eine Person bedient eine Maschine.

Jüdische Designerinnen der Moderne

Leistungen:

  • Szenografie
  • Konzept
  • Entwurf
  • Ausstellungsgrafik
  • Lichtkonzept
  • Ausführungsplanung
  • Produktionsleitung
  • Projektmanagement

Kunde:

Jüdisches Museum Berlin

Jahr:

2025

Das Projekt

Die Ausstellung „Widerstände. Jüdische Designerinnen der Moderne“ im Jüdischen Museum Berlin präsentiert das Leben und die Arbeit von mehr als 60 Designerinnen. Es zeigt, wie sie soziale Barrieren überwunden haben, um für Veränderung und Sichtbarkeit zu kämpfen – und wie sie den Weg für andere Frauen geebnet haben. Wir haben die Ausstellungsgrafik und Szenografie für die Sonderausstellung entworfen und umgesetzt.

Hintergrund

Die Ausstellung basiert auf langwieriger Recherche der Lebensumstände und der beruflichen Karrieren der Designerinnen. Das JMB bringt ihre Biografien, Arbeitsbedingungen und Kämpfe um Anerkennung ans Licht – und verankert sie im kulturellen Gedächtnis. Die Ausstellung wird in 10 Kapiteln erzählt. Von Designerinnen als „Pioniere“ im Kampf gegen sozialen, ideologischen und juristischen Widerstand, über deren „Ausbildung und Gestaltung“ vor und nach der Zulassung von Frauen an Kunstakademien bis „Ins Dunkle“ über die Gewalt und den Druck, den das Nazi-Regime bis zu seinem Ende ausübte. „Neue Realitäten“ beschäftigt sich mit der Zeit der Neuanfänge für Überlebende nach dem Krieg.

Beispielansichten von Textsorten der Ausstellungstexte auf gelbem Hintergrund

Idee

Jedes Kapitel der Ausstellung zeigt eine eigene Farbgebung, die Orientierung gibt und die inhaltlichen Unterschiede visuell beleuchtet. Die Palette reicht von kraftvollen Kontrasten bis hin zu subtilen Tönen – eine Choreografie von Themenräumen.

Die Corporate Fonts des JMB sind bewusst aufgelöst: Verzerrungen und Widerstände setzen kreative Akzente, die die Hindernisse im Leben der Designerinnen widerspiegeln. So wird Typografie zu einer narrativen Ebene, die nicht nur informiert, sondern auch die historische Erzählung greifbar macht.

  • Ausstellungstitel Widerstände – Jüdische Designerinnen der Moderne. Schwarz auf gelbem Grund
  • Dreidimensionales Modell der Ausstellungsräume
  • Farbwelt der Ausstellung Widerstände – Jüdische Designerinnen der Moderne. Gelb, Hellblau, Grautöne, Bordeauxrot, Altrosa und Petrol als Farbkreise. Daneben eine gelbe Fläche mit Zickzack-Kante rechts.
  • Beispielansichten von Textsorten der Ausstellungstexte auf gelbem Hintergrund
  • Ansicht von Schwarzweiss-Portraits mit QR-Codes von Designerinnen
  • Beispielansichten der Typografie auf gelbem Hintergrund

Umsetzung

Das szenografische Konzept stellt die Designerinnen in den Mittelpunkt: Ihre Profile – Namen, Portraits und Biografien – sind immer direkt per QR-Code parallel zum Werk für alle zugänglich.

Die Themenräume sind durch raumhohe Zick-Zack-Formen voneinander getrennt. Die Formen erinnern an die Durchsetzungskraft der Designerinnen. Diese bekommt dadurch eine neue, physikalisch greifbare Präsenz.

Orientierung

Ein präzises Textsystem bietet Orientierung: von einleitenden Leitsätzen über Kapiteltexte bis hin zu Objektinformationen und Biografien. Die klare Struktur führt die Besucher:innen durch die Ausstellung, ohne sie von den Designerinnen und ihren Arbeiten abzulenken.

Die Headlines sind auf schwarzem Samt gedruckt – ein Material, das an das Gefühl handgefertigter Oberflächen erinnert. Die weiche, dichte Struktur schafft eine sinnliche Tiefe, stärkt den Wert der Ausstellung und verbindet inhaltliche Präzision mit emotionaler Wirkung.

Wandansicht der Ausstellung Widerstände. Schwarzweiss-Portraits von Designerinnen auf weißem Grund. Im Hintergrund eine Waschbetonwand.
Raumansicht Ausstellung Widerstände. Werke auf gelben Wänden. In der Mitte frontal ein Podest mit Vitrine.
Raumansicht Ausstellung Widerstände. Wand mit Sitzmöbel in Hellblau. Wandtext: Neue Realitäten

Die Ausstellung zeigt Designerinnen aus den Bereichen Mode, Grafikdesign, Architektur, Kunsthandwerk und Produktdesign. Die Raumdramaturgie schafft eindrucksvoll ein Panorama ihrer Vielfalt und Einfluss auf die Moderne – verdichtet auf 900 Quadratmetern im historischen Gebäude des JMB.

Raumansicht Ausstellung Widerstände. Vitrinen auf bumerangförmigem Podest. Hellblaue Atmosphäre.
Raumansicht Ausstellung Widerstände. Wandtapete mit historischen Signets der Designerinnen. Teilweise in hebräischer Schrift
Raumansicht Ausstellung Widerstände. Werke auf grauen Wänden. Im Hintergrund ein Zeitstrahl.
Sonnenbeleuchtete Barockfassade des Altbaus Jüdisches Museum Berlin mit Fassadenbannern zur Ausstellung Widerstände
Raumansicht Ausstellung Widerstände. Vitrinenwand mit Handpuppen. Im Glas spiegelt sich die Raumansicht.